Gemeinschaft

Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. (Apg. 2,42)

GOTT ist ein Gott der GEMEINSCHAFT: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Da wir alle in dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, sind wir IHM ähnlich. Dies bedeutet, dass wir im Idealfall genauso gemeinschaftsorientiert sind wie Gott, unser Schöpfer.

Aber sind wir das wirklich?

Nun, als Folge der Sünde wurde der Mensch aus dem Paradies hinausgetrieben. Somit geschah schon einmal die erste Trennung zwischen einem heiligen Gott und einem sündigen Menschen. Als der Mensch aber sich auf dem Erdboden breit machte, zerstreute er sich dort. Jeder empfand den Wert seiner Freiheit gerade darin, eigenständig und damit allein zu sein, weit weg von seinem ‚Nächsten‘. Abgrenzung war ihm wichtiger als Gemeinschaft miteinander. Das ausgelebte Wesen der Sünde und des Teufels wird immer offensichtlicher.

Diese Entzweiung führt u.a. heutzutage dazu, dass es in Großstädten fast mehr Single-Haushalte als Familien gibt. Als Single kann man ja jemanden einladen, aber ihn auch wieder wegschicken, wenn man seine Ruhe haben möchte. Auf jeden Fall bloß keine Verantwortung für seinen Nächsten übernehmen.

Ein Pharisäer fragte in der Bibel einmal Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“ (Lukas 10:29), woraufhin wir die Geschichte von barmherzigen Samariter hören.

Jesus, der den Himmlischen Vater repräsentiert, beginnt Seinen Dienst auf Erden, in dem Er gleich ein Zeichen setzt mit Seinen Jüngern wie geschrieben steht:

Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, die er wollte. Und sie kamen zu ihm; und er berief zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende, zu predigen … (Markus 3:13.14)

Was war Jesus am wichtigsten? Dass die Jünger bei IHM seien und ER bei den Jüngern! Alles andere erwächst aus der Gemeinschaft: Predigen, Evangelisieren, Barmherzigkeitsdienste, und so weiter…

Stell Dir vor: die ganze Christenheit lebt heute das aus, was in der Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 46 geschrieben steht:

Einmütig und mit großer Treue kamen sie Tag für Tag im Tempel zusammen. Außerdem trafen sie sich täglich in ihren Häusern, um miteinander zu essen und das Mahl des Herrn zu feiern, und ihre Zusammenkünfte waren von überschwänglicher Freude und aufrichtiger Herzlichkeit geprägt.(Neue Genfer Übersetzung)

Können wir das in der heutigen Zeit umsetzen? Die ersten Jünger blieben in der Lehre der Apostel, im Brotbrechen, in der Gemeinschaft und in den Gebeten. Warum haben sie es geschafft?

Weil sie es wollten? Weil der Heilige Geist ihnen dabei half? Weil es der Wille Gottes ist? Weil Gemeinde auch nur so funktioniert? Alles ist richtig!

Welche sind die Schlüssel in der praktischen Umsetzung?

  1. Wir versammeln uns in Gemeinden, die von ihrer Größe her den Begriff der ‚Gemeinschaft‘ noch zulassen.
  2. Wir gründen darüber hinaus Hauskirchen in den Orten, Stadtteilen und Dörfern und leben verbindliche Jüngerschaft wie zur Zeit der ersten Jünger aus.
  3. Wir nehmen die Begrifflichkeit ‚Leib‘ wieder ernst und finden unsere Gott-gegebene Berufung im Leib.
  4. Wir lernen nicht nur auf uns sondern auch auf das des anderen zu schauen und nehmen somit wieder den Begriff der Nächstenliebe ernst.
  5. Wenn irgendwo irgendein Glied am Leib leidet, leidet der ganze Leib wieder mit, wir werden wieder unseres Bruders (und unserer Schwester) Hüter, und wir stellen wieder die Frage: ‚WIE GEHT ES DIR?‘
  6. Wir beten für- und miteinander und helfen einander praktisch.
  7. Wir sind nicht nur an unserer eigenen geistlichen Entwicklung sondern auch an der unseres Nächsten interessiert.
  8. Wir verbringen wieder Zeit miteinander!
  9. Wir kümmern uns um Randgruppen – insbesondere um die Flüchtlinge – und haben Gemeinschaft mit ihnen.
  10. Wir verstehen Christentum auf der Erde als eine geistliche Familie.